Chronik

Die Haidenaab hat es mit dieser Region gut gemeint. Im Laufe der Erdgeschichte - vor allem aber während der letzten Eiszeit - veränderte sie immer wieder ihren Lauf und weitete ihr Bett aus. Sie sorgte für Kies- und Sandablagerungen in einer Mächtigkeit von bis zu 10 Metern.

Die Sand- und Kiesgewinnung erfolgt sowohl im Trockenabbau als auch im Naßabbau. Die Qualität sorgt für ständige Nachfrage im Absatzraum der nördlichen Oberpfalz.

Die bemerkenswerte Firmengeschichte beginnt 1936, als Firmengründer Josef Römisch sen. eine Sand- und Kiesgewinnungsstätte in Dießfurt und einen Sand- und Kieshandel eröffnet.
Mit dem Kauf eines Kiesgrundstückes, das für Sand und Kies ausgebeutet wurde, entwickelt sich der Familienbetrieb nach Jahren langsamen Aufstiegs nach dem zweiten Weltkrieg mit großer Dynamik.

In den Anfangsjahren wird noch alles per Hand erledigt; der Sand und Kies per Schaufelarbeit auf die ersten LKW verladen. Ein wahrhaft mühseliges Geschäft bis 1952 das erste Förderband angeschafft werden kann, das am Josefitag geliefert wird. Fuhrunternehmer, Baustoffhändler und Häuselbauer sind die Kunden über die ersten Jahre. Gute Qualität, beste Beratung sowie Freundlichkeit lassen den Kundenkreis von Jahr zu Jahr wachsen. Schon nach kurzer Zeit beschäftigt Josef Römisch mehrere Mitarbeiter.

Eine enorme Abbauerleichterung bedeutet die Anschaffung des ersten Fuchsbaggers in den 50er Jahren. Die erste Kies-Klassifizierungsanlage wird 1961 errichtet; diese wird 1972 erweitert und damit die Kapazität auf eine Stundenleistung von 250 Tonnen erhöht. Die ersten Hanomag-Radlader kommen zum Einsatz.
1978 erfolgt der Bau einer Werkstatthalle mit Büroräumen; damit wird Platz für Reparaturarbeiten und einen standardgemäßen Geschäftsbetrieb geschaffen.

1961 arbeitet auch Sohn Rudolf im elterlichen Betrieb mit. Nach dem Tod von Firmengründer Josef Römisch geht die Firma 1969 auf die Witwe Anna Römisch und die beiden Söhne Josef und Rudolf über. 1994 scheidet Rudolf Römisch aus gesundheitlichen Gründen aus dem Betrieb aus; die Firmenleitung liegt nun in den Händen von Josef Römisch jun. und Schwiegersohn Rudi Fischer. Der Betrieb und die leistungsfähige Aufbereitungsanlage wird unter deren Leitung kontinuierlich modernisiert und erweitert. Seit 2005 wird das mittelständische Unternehmen in der dritten Generation von Dipl.-Ing. Rudolf Fischer und seiner Gattin Evelyn geführt.

In diesem Jahr kann die Firma Josef Römisch & Söhne an ihrem Standort in Dießfurt das 80jährige Firmenjubiläum feiern und somit auf acht Jahrzehnte partnerschaftlicher und produktiver Zusammenarbeit zurückblicken. Mit moderner Technik werden Qualitätsprodukte produziert; zum Kundenkreis gehört vor allem die Betonindustrie, die hier ihre hochwertigen und normgerechten Zuschlagstoffe bezieht, sowie regionale Baugeschäfte.

Seit vielen Jahren ist das Unternehmen zuverlässiger Partner der Beton- und Bauindustrie und längst überregional bekannt. Diese Erfolgsgeschichte mag auf vielen Faktoren basieren, aber ohne die fruchtbaren Geschäftsbeziehungen zu langjährigen Kunden wäre diese sicher nicht denkbar. Und es besteht ein zuversichtlicher und erwartungsvoller Ausblick in die Zukunft. Längst hat der Betrieb die lokalen Grenzen überschritten und liefert Sand- und Kiesmaterial bis zu einem Umkreis von 100 km.